📷 Immagine: Wikimedia Commons
Freilandstation Monruz
Archäologische Stätte in der Stadt Neuenburg, Schweiz
Die Freilandstation Monruz liegt im Neuenburger Ortsteil Monruz, in einer Senke zwischen dem Berg Chaumont und dem Neuenburgersee. Sie wurde 1989 entdeckt, als die Autobahn A5 gebaut wurde. Die Siedlung lag 428,5 m ü. M. und war durch die schnelle Sedimentation des Sees gut konserviert. Die Fundstelle datiert auf 16'500–15'200 Jahre und zählt zu den wichtigsten magdalénienzeitlichen Fundstellen der Schweiz. Die Freilandstation war ein jungpaläolithisches Jägerlager, das mehrfach genutzt wurde. Über 14'000 Faunareste wurden gefunden, wobei Wildpferde das Hauptbeutetier waren. Es ist nachgewiesen, dass das Lager für 20 Wiederbegehungen genutzt wurde, mit einer Aufenthaltsdauer von ein bis drei Wochen. Die Feuerstellen und die Nutzung von Holzkohle zeigen, wie die Jäger die Ressourcen effizient verwendeten. Zudem wurden organische Geräte und Schmuck aus Rengeweih sowie Schneckensandfunde entdeckt, die auf weitreichende Streifgebiete deuten. Die Ausgrabungen konzentrierten sich auf zwei Sektoren, da bereits die Hälfte der Siedlungsfläche zerstört war. Über 45'000 Steingeräte wurden analysiert, wobei Silex aus verschiedenen Regionen importiert wurde. Die Funde belegen, dass die Jäger und Sammler über weite Distanzen reisten und Ressourcen austauschten. Die Freilandstation ist somit ein Schlüsselort, um die Lebensweise und Mobilität paläolithischer Gruppen zu verstehen.
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- Art
- Archäologische Stätte
- Ort
- Neuenburg
- Adresse
- Route des Falaises, 2000 Neuchâtel
- Denkmalstatus
- Schweizer Kulturgut der Klasse A von nationaler Bedeutung
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