Servitenkloster Großenhain
nicht erhaltene Niederlassung des Bettelordens der Serviten in Großenhain im Landkreis Meißen (Sachsen)
Das Servitenkloster Großenhain war eine Niederlassung des Bettelordens der Serviten in der Stadt Großenhain im Landkreis Meißen, Sachsen. Es wurde möglicherweise vor 1299 gegründet und 1539 aufgehoben. Die Klostergebäude wurden 1540 durch einen Stadtbrand beschädigt, wurden aber wiederhergestellt und später als Waidhof genutzt. Die Klosterkirche stand ursprünglich im südlichen Bereich der Stadt, gegenüber der Einmündung des Klempnergäßchens in die Heinrich-Heine-Straße. Das Kloster spielte eine bedeutende Rolle in der Geschichte der Stadt. Die Serviten waren bereits 1299 in Großenhain tätig und erhielten 1318 eine Urkunde des Bischofs Withego II. von Meißen. 1339 bestätigte Papst Benedikt XII. die Niederlassung. Im 15. Jahrhundert wurde das Kloster mehrfach geplündert, etwa 1429 von den Hussiten. 1536 zählte der Konvent noch sieben Mönche, doch 1539 wurde das Kloster säkularisiert. Die Mönche betrieben auch eine Lateinschule und stifteten Gaben wie Kelche und ein goldenes Kreuz. Die Baulichkeiten des Klosters umfassten eine Klosterkirche mit mehreren Altären und einem Turm, der „Mönchsspitze“ hieß. Der Turm brannte 1473 aus und wurde später wieder aufgebaut. Die Kirche wurde 1703 wieder errichtet, brannte 1744 nieder und blieb als Ruine. 1839 wurde sie abgerissen, um eine Schule zu bauen. Die Gebäude dienten in verschiedenen Zeiten als Lager, Gefängnis und Waidhof. Die Klostergebäude wurden schließlich im 18. Jahrhundert abgerissen.
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- Art
- Kloster, religiöse Gemeinschaft
- Ort
- Großenhain
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