Ornavik
Ornavik liegt bei Hérouville-Saint-Clair am Ufer des Orne-Kanals, vor den Toren von Caen. Es ist kein Museum im üblichen Sinn, sondern eine Baustelle: Auf zehn Hektar wird die Normandie des 10. und 11. Jahrhunderts nachgebaut – und der Bau geht weiter. Eröffnet wurde der Park 2011, zum 1100-jährigen Bestehen der Normandie. Der Zeitraum, den er abdeckt, ist genau dieser: von 911, dem Jahr, in dem der Wikinger Rollo das Land erhielt, bis 1066, dem Jahr Wilhelms des Eroberers. Rekonstruiert wird nach archäologischer Beratung, mit den Techniken und Materialien der Zeit; die Anlage gliedert sich in ein karolingisches Dorf, einen Wikingerbereich und eine Motte, also eine Turmhügelburg. Getragen wird das Projekt von rund hundert Ehrenamtlichen, unterstützt von regionalen Unternehmen und der öffentlichen Hand. Dass hier tatsächlich gearbeitet wird, ist der Unterschied zu einer fertigen Kulisse: Man sieht Bauzustände, nicht nur Ergebnisse. Vor Ort ist das Gelände bevölkert – Handwerker, Krieger, Händler, Adlige und Dorfbewohner stehen an den Stationen und arbeiten. Der Rundgang ist als Zeitreise vom 10. ins 11. Jahrhundert angelegt und führt entsprechend vom Wikingerlager über das karolingische Dorf zur herzoglichen Burganlage. Geführt wird auf Französisch und Englisch, Gruppen ab 20 Personen sind möglich. Die Lage am Kanal macht die Anfahrt aus Caen kurz. Weil vieles im Freien stattfindet, sind Kleidung und Wetter mitentscheidend.
Orari e prezzi cambiano con la stagione e per questo non compaiono in questo testo.
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