Wallfahrtsbasilika Pöstlingberg
Die Wallfahrtsbasilika Sieben Schmerzen Mariä auf dem Pöstlingberg ist das Wahrzeichen von Linz. Mit ihren beiden Türmen steht sie auf 539 Metern über dem linken Donauufer und ist von weiten Teilen der Stadt aus zu sehen. Die Wallfahrt begann 1716 mit der Aufstellung einer Pietà; bereits 1720 war der Pöstlingberg Pilgerstätte. Der barocke Kirchenbau wurde ab 1742 errichtet und 1748 geweiht, 1964 erhob ihn Papst Paul VI. zur Basilica minor. Dass der Berg zum Ausflugsziel wurde, verdankt er einem Nebeneffekt des Krieges: 1809 rodeten französische Truppen die Kuppe, und erst dadurch öffnete sich der Blick über die Stadt. In den 1830er-Jahren kamen die Türme der Maximilianischen Befestigung dazu, im Zweiten Weltkrieg Flakstellungen und ein Horchposten. Erreichbar ist die Basilika mit der Pöstlingbergbahn, die seit 1898 verkehrt und heute als Linie 50 geführt wird; im Sommerhalbjahr fährt sie an Wochenenden und Feiertagen dichter getaktet. Am Berg liegen außerdem die Grottenbahn von 1906, Aussichtsterrassen über Linz, Wanderwege und das Pöstlingberg-Schlössl. Eine kostenlose Audioguide-App führt in 29 Kapiteln durch die Geschichte von Bahn und Berg. Für Kirche, Aussicht und Rückfahrt reichen zwei Stunden.
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