Prohlídková štola Starý Martin v Krupce na Teplicku
Die Prohlídková štola Starý Martin ist ein Besucherbergwerk in Krupka, einer Stadt in Nordböhmen unmittelbar am Südabfall des Erzgebirges. Krupka lebte jahrhundertelang vom Zinn: Erste Funde fallen ins 13. und 14. Jahrhundert, um 1300 entstand die Burg Graupen zum Schutz der Gruben und des Handelswegs, 1482 wurde das Krupkaer Bergrecht erstmals schriftlich festgehalten. Der Stollen gehört heute zum UNESCO-Welterbe Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří. Die ältesten Abbaue im Berg stammen wahrscheinlich aus dem 14. Jahrhundert. Der Stollen Martin selbst wurde ab 1864 von den Unternehmern Lewald und Schiller aufgefahren; 1922 endete hier der Betrieb. Der Erzbergbau in Krupka wurde 1956 eingestellt, die Flussspatgewinnung 1969. Der Stollen folgt dem Lukas-Gang, der mit rund zwei Kilometern Länge als längste Zinnerzader Tschechiens und Mitteleuropas gilt. Die Führung dauert etwa 45 Minuten, der Weg umfasst hin und zurück rund 1.000 Meter. Zu sehen sind die Hauptabschnitte des Gangs mit seinen Mineralfüllungen sowie Sinterbildungen an den Stollenwänden; vor dem Mundloch stehen alte Bergbaumaschinen. Im Berg ist es ganzjährig kühl und feucht, festes Schuhwerk und warme Kleidung sind nötig; für Kinder unter fünf Jahren ist die Befahrung nicht vorgesehen. Besichtigt wird nur in Begleitung, die Saison liegt in der wärmeren Jahreshälfte.
Orari e prezzi cambiano con la stagione e per questo non compaiono in questo testo.
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