Tauredunum-Ereignis
Tsunami im Genfer See
Das Tauredunum-Ereignis war ein Tsunami im Genfersee im Jahr 563, ausgelöst durch einen Bergsturz am östlichen Ende des Sees bei Tauredunum. Der Sturz verursachte eine riesige Welle, die sich entlang des Sees ausbreitete und die Dörfer am Ufer sowie die Stadt Genf zerstörte. Die Welle erreichte in Genf eine Höhe von acht Metern und fegte viele Einwohner hinweg. Das Ereignis wird durch zeitgenössische Berichte von Gregor von Tours und Marius von Avenches beschrieben. Eine 2012 veröffentlichte Studie deutet an, dass der Bergsturz Sedimente an der Stelle verdrängte, wo die Rhone in den Genfersee mündet, und eine Unterwasser-Schlammlawine auslöste. Diese verursachte einen Tsunami bis zu 16 Meter hoch, der die Stadt Genf in etwa 70 Minuten erreichte. Es gibt Hinweise auf vier frühere Schlammlawinen, was auf wiederkehrende Tsunamis am Genfersee hindeutet. Vor Ort lässt sich die Katastrophe heute noch durch eine Dokumentation nachvollziehen, die 2018 von Arte und RTS produziert wurde. Sie zeigt, wie ein ähnlicher Bergsturz auch heute noch eine massive Welle im Genfersee auslösen könnte. Die Studie und die Dokumentation betonen, dass das Risiko für solche Ereignisse weiterhin besteht und die Region daran arbeiten muss, mögliche Gefahren zu bewerten.
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- Art
- Tsunami, Bergsturz
- Ort
- Kanton Wallis
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