Burg Schöneflieth

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Burg Schöneflieth

Burg in Nordrhein-Westfalen, Deutschland

Die Burg Schöneflieth war eine Raubritterburg und Zollstelle am südlichen Ufer der Ems in Greven, Westfalen. Sie wurde 1232 von Franco von Schonebeck erbaut und erstmals 1257 urkundlich erwähnt. Die Burg lag strategisch an einer wichtigen Handelsroute und war von Bedeutung für mehrere historische Ereignisse. Heute sind nur die Rekonstruktion der Brücke über den Wassergraben und die Grundmauern der Vorburg erhalten. Die Burg war von wirtschaftlicher Bedeutung, da sie als Zollstelle für den Handel über die Ems diente. Bis 1847 wurde der Zoll auch auf Fährboote erhoben. Sie war Schauplatz wichtiger Vorgänge, darunter der Flucht der Domherren von Münster 1534 und der Verfolgung Christian von Braunschweigs im Dreißigjährigen Krieg 1623. 1655 wurde auf der Burg der Vertrag von Schöneflieth ausgehandelt, der eine Lösung der Konflikte zwischen der Stadt Münster und dem Bischof brachte. Die Burg bestand aus einer Zwei-Insel-Anlage auf einer ca. 35 × 30 Meter großen Insel. Sie war von einer Gräfte umgeben und hatte eine Erdbrücke im Osten. Im Süden lag ein trockener Burgteich mit der Vorburg, deren Fundamente aus Ziegeln und Bruchsteinen bestanden. Im Norden wurden Reste einer Toranlage und Brückenauflager dokumentiert. Die Vorburg zeigte Anzeichen einer ehemaligen Bebauung.

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Art
Burg
Ort
Greven

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