📷 Immagine: Wikimedia Commons
Drachenloch, paläolithische Wohnhöhle
Wohnhöhle in Pfäfers im Kanton St. Gallen, Schweiz
Das Drachenloch ist eine Höhle in der Gemeinde Pfäfers im Kanton St. Gallen, Schweiz. Sie liegt auf 2427 m ü. M. und ist die höchste prähistorische Fundstätte Europas. Die Höhle befindet sich in der Gipfelwand des Drachenbergs und ist gut begehbar. Der Eingang ist durch ein Seil markiert, das kurz vor dem fünf Meter hohen Portal angebracht ist. Die Höhle besteht aus drei hintereinander liegenden Kammern. Die zweite Halle, ein fast kreisförmiger Raum von etwa 5 Metern Durchmesser, war der trockenste Teil des Systems und diente als Wohnraum. Hier wurden die ersten Funde entdeckt. In der hintersten Kammer fanden sich Feuerstellen, Werkzeuge und Knochen von Höhlenbären, die auf eine Besiedlung durch Neandertaler hinweisen. Die Funde aus dem Jahr 1958 und 1984 datieren die Nutzung der Höhle auf mehr als 50'000 Jahre zurück. Besucher können die Höhle über zwei Wege erreichen. Die direkte Route führt von Vättis über Wälder und Alpwiesen zur Gelbberghütte und dann zum Eingang. Die zweite Route nutzt eine Seilbahn bis zum Vättnerberg und führt über den Radeintobel zu der Höhle. In der Höhle selbst sind die Räume durch Verengungen und Klüfte strukturiert. Die Ausgrabungen von Theophil Nigg und Emil Bächler führten zu wichtigen Entdeckungen, darunter Feuerstellen und Werkzeuge, die eine Besiedlung durch Altsteinzeitliche Menschen belegen.
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- Art
- Höhle, Archäologische Stätte
- Ort
- Pfäfers
- Denkmalstatus
- Schweizer Kulturgut der Klasse A von nationaler Bedeutung
- Seehöhe
- 2415 m
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