Schloss Stockau
nicht erhaltenes Schloss in Deutschland
Das Schloss Stockau stand im 17. Jahrhundert im ehemaligen Fürstentum Pfalz-Neuburg, in Reichertshofen im Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm. Es lag am Südufer der Paar, nördlich des Ortszentrums, und gehörte zur Hofmark Stockau mit landwirtschaftlichen Flächen, Mühlen und einer Brauerei. Die Anlage wird als Bodendenkmal im Bayernatlas geführt. Das Schloss war von großer kultureller Bedeutung, da es in der Kipper- und Wipperzeit eine Münzprägeanstalt beherbergte. Joachim von Sandrart, ein bekannter Kunsthistoriker, kaufte es 1645 und modernisierte es, wodurch es zu einem Zentrum für Künstler und Adelige wurde. Sandrart verkaufte dabei 22.621 Gulden an Gemälde, um die Renovierung zu finanzieren. In Stockau gab es einen großen Saal mit Fresken, die mythische Szenen darstellten. Die Kunstsammlung unter Franz von Mayer umfasste Werke bedeutender Künstler. Nach der Auflösung des Jesuitenordens wurde das Schloss 1783 eine Kommende der Malteser. 1849 wurde es abgerissen, und der Ort entwickelte sich zu einem Industriestandort.
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- Art
- Schloss
- Ort
- Reichertshofen
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