Marienglashöhle
Die Marienglashöhle bei Friedrichroda ist keine natürliche Tropfsteinhöhle, sondern eine ehemalige Gipslagerstätte, die 1778 entdeckt wurde. Ihr Kern ist eine Kristallgrotte, die als eine der größten und schönsten ihrer Art in Europa gilt — mit Gipskristallen, deren durchsichtige Form als „Marienglas“ bezeichnet wurde, weil man sie früher zum Abdecken von Marienbildern verwendete. Der Name erklärt damit zugleich die wirtschaftliche Geschichte des Ortes: Was hier abgebaut wurde, war kein Erz, sondern ein Mineral, dessen Wert in seiner Durchsichtigkeit lag. Aus dem Bergbaubetrieb wurde eine Schauhöhle, in der die Kristallflächen bis heute an Ort und Stelle sitzen und nicht in Vitrinen liegen. Der Rundgang beginnt mit einem 110 Meter langen Eingangsstollen und führt an einem künstlichen Wasserfall vorbei durch einen Erweiterungsstollen in die untere Etage zur Kristallgrotte und zu einem Höhlensee. Im Inneren herrschen ganzjährig acht bis zehn Grad, eine Jacke ist also auch im Sommer angebracht. Die Höhle liegt an der B 88 bei Friedrichroda im Thüringer Wald und lässt sich gut mit anderen Zielen der Region verbinden; für die Führung selbst ist rund eine Stunde anzusetzen.
Orari e prezzi cambiano con la stagione e per questo non compaiono in questo testo.
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