Spanische Hofreitschule
Die Spanische Hofreitschule geht auf das Jahr 1565 zurück, als unter den Habsburgern erstmals eine Reitschule am heutigen Josefsplatz erwähnt wurde. Im 16. und 17. Jahrhundert entwickelte sich daraus ein Zentrum der klassischen Reitkunst, das bis heute in ununterbrochener Tradition arbeitet. Seit Dezember 2015 zählt diese Reitkunst zum immateriellen UNESCO-Kulturerbe der Menschheit. Den Namen gaben die spanischen Pferde, die im 16. Jahrhundert an den Wiener Hof kamen; aus der Kreuzung spanischer, italienischer und weiterer europäischer Linien gingen die Lipizzaner hervor, jene weißen, kräftig gebauten Pferde, die die Vorführungen tragen. Geritten wird in der Winterreitschule, die zwischen 1729 und 1735 unter Kaiser Karl VI. nach Plänen von Joseph Emanuel Fischer von Erlach errichtet wurde und als einer der schönsten Reitsäle der Welt gilt. Besuchen lässt sich das auf mehreren Wegen: die Morgenarbeit, also das tägliche Training mit Lockerungs- und Verfeinerungsübungen, die Galavorführungen mit den klassischen Schulsprüngen sowie Führungen durch die Anlage, darunter eigene Architekturführungen. Die Hofreitschule liegt in der Hofburg am Michaelerplatz, mitten in der Inneren Stadt.
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