Bronzehort von Frankleben
archäologische Stätte in Deutschland
Der Bronzehort von Frankleben ist ein bedeutender Fund aus der Bronzezeit, bestehend aus 300 Bronzesicheln und 16 Beilen. Er wurde 1946 beim Braunkohletagebau südwestlich von Frankleben, einem Ortsteil von Braunsbedra im Saalekreis, entdeckt. Die Sicheln lagen in drei Keramikgefäßen deponiert, wobei zwei Depots durch den Bagger zerstört wurden, während das dritte Depot vollständig geborgen werden konnte. Der Fund ist besonders wegen seiner Größe und der Vielfalt der Sicheln bemerkenswert. Die Sicheln sind in einem runden Tontopf fächerförmig angeordnet, mit der Spitze nach außen, und wurden mit vier Steinplatten verschlossen. 179 Klingen zeigten Gebrauchsspuren, und die Sicheln tragen eingegossene Muster, die als Merkzeichen der Metallgießer oder als Begriffswerte interpretiert werden. Im Landesmuseum Halle wurden die Sicheln untersucht, wobei 91 verschiedene Typen aus 182 Gussformen identifiziert wurden. Die Verteilung der Sicheln auf die drei Depots deutet auf eine gleichzeitige Niederlegung hin. Die Bronzesicheln sind ein Beispiel für die Kombination von Werkzeug und Symbol, was in der Bronzezeit eine wichtige Rolle spielte.
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- Art
- Archäologische Stätte
- Ort
- Braunsbedra
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