Pirámides de Güímar
Die Pirámides de Güímar, auch Majanos de Chacona genannt, liegen im Ort Güímar an der Ostküste der Insel Tenerife im spanischen Archipel der Kanarischen Inseln. Sie befinden sich etwa 26 Kilometer östlich von Santa Cruz de Tenerife. Es handelt sich um sechs in Form von Stufenpyramiden angelegte Bauwerke, deren Entstehungszeit umstritten ist, wobei die am häufigsten vertretene Theorie auf das 19. Jahrhundert datiert. Die Pyramiden entstanden im Zusammenhang mit der wirtschaftlichen Entwicklung der Kanarischen Inseln im 19. Jahrhundert, insbesondere durch die Ausbeutung der Cochinilla, eines Insekts, aus dem ein wertvoller Farbstoff gewonnen wurde. Die Bauwerke entstanden aus Steinen, die bei der Schaffung von Anbauflächen aufgrund des vulkanischen Bodens abgetragen wurden. Ein Notarakt des Jahres 1854 erwähnt die Pyramiden nicht, während ein Dokument von 1881 sie erstmals nennt. Der Parque Etnográfico Pirámides de Güímar ermöglicht es Besuchern, die Pyramiden zu betrachten. Der Hauptkomplex ist astronomisch ausgerichtet und markiert sowohl den Sonnenuntergang am Sommersolstitium als auch den Sonnenaufgang am Wintersolstitium. Zudem wurde ein Phänomen der „doppelten Sonnenuntergang“ am Sommersolstitium festgestellt. Die Pyramiden sind mit Treppen versehen, die zum Sonnenaufgang ausgerichtet sind.
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