Abschnittsbefestigung Hohe Warte
frühmittelalterliche Wallburg im Fichtelgebirge
Die Abschnittsbefestigung Hohe Warte ist eine frühmittelalterliche Wallburg auf der Hohen Warte in Bad Berneck, Fichtelgebirge. Sie liegt an der Fränkischen Linie, einer geologischen Bruchzone und natürlichen Siedlungsgrenze. Die Befestigung trennt die Hochfläche des Gebirges vom Bergsporn, der von den Tälern des Weißen Mains, der Ölschnitz und des Rimlasbachs begrenzt wird. Das Areal umfasst etwa 2,5 Hektar und ist durch terrassenförmige Wälle geprägt. Die Burg war vermutlich eine Grenzbefestigung und diente der Sicherung der Reichsstraße via imperii, die über den Weißen Main und das Fichtelgebirge führte. Sie war im 10. und 11. Jahrhundert von Bedeutung, als die Siedlungs- und politischen Grenzen der Region sich verfestigten. Die Anlage der Burg könnte mit der Ausdehnung der Siedlungsgebiete und der Sicherung der Straße in karolingischen Zeiten zusammenhängen. Die Befestigung besteht aus einem Hauptwall, der an der Angriffsseite mehrere Meter hoch steht, und zwei Vorwällen. Auf der westlichen Seite des Hauptwalls sind weitere Terrassen vorhanden, deren Ursprung unklar ist. Das Tor der Burg lag wahrscheinlich am östlichen Ende. Die massive Befestigung an der Angriffsseite und die fehlende Befestigung an der Hangseite deuten möglicherweise auf eine ungarnzeitliche Entstehung hin.
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- Art
- Archäologische Stätte
- Ort
- Bad Berneck im Fichtelgebirge
- Denkmalstatus
- Kulturdenkmal in Deutschland
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