📷 Immagine: Wikimedia Commons
Kommende St. Elisabeth
Kirchengebäude in Saarbrücken
Die Kommende St. Elisabeth in Saarbrücken war eine Niederlassung des Deutschherrenordens, die vermutlich 1227 von Graf Simon III. gegründet wurde. Sie lag im Stadtteil Alt-Saarbrücken und umfasste ein Ensemble aus Kapelle, Zehntscheune und Deutschhaus. Die Kommende gehörte zur Deutschordensballei Lothringen mit Sitz in Trier. Die nächstgelegenen Kommenden waren Beckingen und Einsiedel. Die Flurbezeichnungen und Straßennamen im Stadtteil erinnern noch heute an den einstigen Besitz. Die Kommende war bis ins 15. Jahrhundert aktiv, erlebte aber ab 1532 einen Niedergang durch die Absetzung des Landkomturs Dietrich von Nassau. 1561 wurde ein neuer Wohntrakt errichtet, und die Breitenbacher Mühle wurde 1558 an die Kommende übergeben. 1793 wurde die Kommende im Zuge der Französischen Revolution aufgelöst. 1896 erwarb die Stadt Saarbrücken das gesamte Ensemble und nutzte es ab 1900 als Waisenhaus. Später wurde das Deutschhaus zum Verwaltungsgebäude des Jugendhilfezentrums. Die Deutschherrenkapelle ist Saarbrückens ältestes erhaltenes Gebäude und stammt aus dem 13. Jahrhundert. Sie diente ursprünglich als Hospital und hatte einen Krankensaal sowie einen Chor. Der Turm wurde 1774 barock umgebaut und 1868 neugotisch gestaltet. Die Kapelle wird heute von verschiedenen Konfessionen genutzt und kann für Veranstaltungen angemietet werden. Die „Buckingham-Orgel“ aus dem 18. Jahrhundert ist seit 2007 in der Kapelle untergebracht.
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- Art
- Kirchengebäude, Kloster, religiöse Gemeinschaft, In commendam
- Ort
- Saarbrücken
- Denkmalstatus
- Baudenkmal
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