Jesuitenmission Arnsberg
Kloster in Deutschland
Die Jesuitenmission Arnsberg wurde 1651 gegründet, um die Volksmission im Herzogtum Westfalen zu fördern. Sie war bis 1773 bestehen, als der Jesuitenorden aufgelöst wurde. Das Gebäude diente danach verschiedenen Zwecken, zuletzt als Katasteramt und heute als Dezernat der Bezirksregierung Arnsberg. Die Mission war Teil der katholischen Ausbreitung und betreute auch die Arnsberger Schlosskapelle. Die Jesuitenmission war eine der wichtigsten Missionen des Ordens und betreute bis zu 117 Pfarreien. Sie war auch für wissenschaftliche Arbeiten zuständig, wie die Karte des Herzogtums Westfalen von Joseph Zittart. Die Jesuiten konnten bis 1690 ein eigenes Missionshaus und eine Kapelle errichten, die jedoch 1762 bei der Beschießung Arnsbergs zerstört wurden. Die Mission war oft mit Pfarrern und anderen Orden in Konflikt, was zu wiederkehrenden Aufforderungen zur Unterstützung durch die Kölner Erzbischöfe führte. Das Gebäude der Jesuitenmission wurde nach ihrer Auflösung in verschiedene Funktionen übernommen, darunter eine Bäckerei, eine Brauerei und später die Katasterverwaltung. Im 19. und 20. Jahrhundert gab es zahlreiche bauliche Veränderungen, darunter der Verlust des Südflügels nach einem Brand 1850. Die Akten der Mission sind heute in verschiedenen Archiven zu finden, darunter im Staatsarchiv Münster und im Stadtarchiv Arnsberg.
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- Art
- Kloster, Konvent, religiöse Gemeinschaft
- Ort
- Arnsberg
- Erbaut
- 1651
- Denkmalstatus
- Baudenkmal in Nordrhein-Westfalen
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