Marienstiftskirche Lich

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Marienstiftskirche Lich

Kirchengebäude in Deutschland

Die Marienstiftskirche in Lich ist eine dreischiffige Hallenkirche aus der späten Gotik, die zwischen 1510 und 1537 errichtet wurde. Sie steht im Zentrum der Stadt und ist als hessisches Kulturdenkmal geschützt. Die Kirche war ursprünglich Teil eines Kollegiatstifts, das 1316 gegründet wurde. Der Neubau entstand nach dem Abbruch der alten Kirche und folgte den Plänen von Meister Michael aus Nürnberg und Meister Nikolaus aus Wetzlar. Die Architektur zeigt Merkmale der Übergangszeit von der Gotik zur Renaissance. Die Kirche ist bekannt für ihre ausgewogene Architektur mit sieben Jochen und drei Schiffen, ohne Querhaus. Das Satteldach ist mit Gauben und einem achtseitigen Dachreiter versehen. Die Seitenemporen sind über Wendeltreppen zugänglich und zeigen spätgotische Gestaltung. Im Chor sind Reste der ursprünglichen Glasmalerei erhalten, darunter eine Madonna und Elisabeth von Thüringen. Die Kanzel und der Fürstenstuhl stammen aus verschiedenen Epochen und sind Teil der reichen Ausstattung der Kirche. Besucher können die historischen Räume erkunden, darunter die Seitenemporen, die Chorsäulen und die Sakristei, die heute als Kapelle dient. An der Westseite ist ein Spitzbogenfenster eingelassen, und an der Südseite befindet sich ein Denkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs. Südöstlich des Chors steht ein Mahnmal für die Licher Juden, die im Nationalsozialismus verfolgt wurden. Die Kirche ist auch umgeben von zwei Bäumen, die als Naturdenkmale geschützt sind.

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Art
Kirchengebäude
Ort
Lich
Adresse
Kirchenplatz 13, Kirchenplatz 17
Baustil
Gotische Architektur
Denkmalstatus
Kulturdenkmal in Hessen

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