Schaubergwerk Volle Rose
Das Schaubergwerk „Volle Rose“ liegt im Schortetal bei Ilmenau und führt in Stollen, in denen bis vor wenigen Jahrzehnten tatsächlich gearbeitet wurde. Abgebaut wurden hier Flussspat, Schwerspat und Mangan — kein Silber und kein Gold, sondern Industrieminerale, deren Gewinnung die Gegend über Generationen geprägt hat. Der Bergbau im Tal reicht vermutlich bis ins 17. Jahrhundert zurück. Die Manganförderung endete 1949, die Spatförderung lief noch bis 1991; im selben Jahr wurde aus dem Betrieb ein Museum. Zum Transport des Erzes entstand gegen Ende des 19. Jahrhunderts eine Lorenbahn mit 600 Millimetern Spurweite, die nach dem Zweiten Weltkrieg abgebaut wurde, als Lastwagen ihre Aufgabe übernahmen; seit 2003 ist sie als rund 3,5 Kilometer lange Rundstrecke wieder in Betrieb. Zur Geschichte des Ortes gehört auch, dass während des Zweiten Weltkriegs etwa ein Dutzend serbischer Zwangsarbeiter hier eingesetzt war. Geführt wird von Bergleuten durch die historischen Talstollen; die Führungen beginnen in kurzen Abständen, sodass Wartezeiten überschaubar bleiben. Geöffnet ist von April bis Oktober. Menschen mit Klaustrophobie und Kinder unter drei Jahren haben keinen Zutritt zum Bergwerk. Auf dem Gelände steht zudem das Ilmenauer Fass, eine Versuchsanlage der Strömungsforschung.
Orari e prezzi cambiano con la stagione e per questo non compaiono in questo testo.
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