Cascate del Mulino
Die Cascate del Mulino liegen unterhalb des Dorfes Saturnia in der Gemeinde Manciano, Provinz Grosseto, mitten in der Maremma. Ein warmer Bach fällt hier über eine Reihe von Kalkterrassen, die sich wie flache Schalen übereinanderstapeln; daneben steht die alte Mühle, die dem Ort seinen Namen gibt. Das Wasser tritt mit gleichbleibend 37,5 Grad aus dem Boden, die Schüttung liegt bei rund 800 Litern pro Sekunde. Es hat einen langen Weg hinter sich: Etwa vierzig Jahre bleibt es unterirdisch unter dem Monte Amiata und nimmt dabei Schwefel, Kalzium, Sulfate und Magnesium auf. Genau dieser gelöste Kalk baut die Becken auf — sie wachsen langsam weiter und verändern über die Jahre ihre Form. Der Schwefelgeruch ist deutlich wahrnehmbar, die rötlichen Zuckmückenlarven im Wasser sind harmlos und an die Bedingungen angepasst. Die Fälle sind frei zugänglich, nicht eingezäunt und ganzjährig nutzbar; im Winter dampft das Tal. Schon in römischer Zeit stiegen Reisende auf der Via Clodia hier ab. Im Mittelalter kontrollierten die Aldobrandeschi und die Pannocchieschi das Gebiet, ab dem 16. Jahrhundert wurden die Bäder wieder instandgesetzt, 1919 errichtete die Familie Ciacci das erste Hotel. Umkleiden gibt es an den freien Becken nicht.
Orari e prezzi cambiano con la stagione e per questo non compaiono in questo testo.
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