Hieronymushaus Magdeburg
ehemalige Niederlassung der Brüder vom gemeinsamen Leben in Magdeburg von 1482 bis 1541.
Das Hieronymushaus Magdeburg war eine Niederlassung der Brüder vom gemeinsamen Leben, die von 1482 bis 1541 in der Altstadt der Stadt bestand. Es lag in der Nähe des Magdeburger Doms, nordöstlich des Neuen Markts, auf der Westseite der Gasse Diebeshorn, heute Fürstenwallstraße. Die Anlage umfasste ein Rechteck aus den Häusern der Brüder und war von einem 32 Fuß breiten Weg begrenzt, der heute Teil der Fürstenwallstraße ist. Die Gründung des Hauses wurde durch den päpstlichen Legaten Bertholdus und den erzbischöflichen Leibarzt Dr. Thomas Hertzhorn ermöglicht. Die Brüder bekamen die Erlaubnis, bis zu 20 Fraterherren zu beherbergen und ein eigenes Brüderhaus zu bauen. Sie lebten gemeinsam, arbeiteten und beteten, und ihre Gemeinschaft beeinflusste später Martin Luther. Das Haus war zudem ein Zentrum für den Buchdruck und verfügte über eine Druckerei. In der Umgebung befanden sich die Grundstücke Fürstenwallstraße 16 bis 19 sowie benachbarte Flächen, die später zum Fürstenwall wurden. Das Gelände war von der Pfarrkirche Sankt Ambrosius begrenzt. Die Brüder lebten bis 1541 in der Stadt, bis das Haus an einen Domherrn verliehen wurde. Die Gebäude wurden 1723 abgerissen.
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- Art
- Kloster, religiöse Gemeinschaft
- Ort
- Magdeburg
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