Tempel am Herrenbrünnchen
archäologische Stätte in Deutschland
Der Tempel am Herrenbrünnchen war ein monumentaler Podiumstempel im Altbachtal von Trier, oberhalb des Tempelbezirks und nahe dem römischen Amphitheater. Er lag im Osten der antiken Stadt Augusta Treverorum und war eingebettet in einen Nordosthang. Der Tempel war als Prostylos mit vorgelagerter Säulenhalle konzipiert und besaß ein Adyton für ein Kultbild. Er war mit sechs 15 m hohen Säulen versehen, die eine Tempelfront rekonstruieren lassen. Die Ausgrabungen im Jahr 1909/10 ergaben Reste eines 65 × 23 m großen Podiums mit bis zu 4,10 m starken Mauern. Die Funde umfassen Architekturteile, Inschriften und Münzen vom 2. bis 4. Jahrhundert n. Chr. Ein Altarpodium und eine monumentale Freitreppe führten zur Vorhalle. Die Tempelfront mit sechs Säulen ähnelt der Maison Carrée in Nîmes. Zudem wurden Bögen einer möglichen Portikus sowie Kalksteinsäulen im Trierer Dom als Spolien identifiziert. Vor Ort sind keine überirdischen Reste mehr sichtbar, die Fundamente liegen in Gärten heutiger Häuser. Die Anlage war im Osten der römischen Stadt gelegen und bildete einen monumentalen Abschluss. Die Funde deuten auf einen Kultverein und verschiedene Kulte hin, doch keine christlichen Funde sind dem Tempelbezirk zugeordnet. Die Anlage war außerhalb des Pomeriums und nicht als Haupttempel konzipiert.
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- Art
- Archäologische Stätte
- Ort
- Rheinland-Pfalz
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