Burgstall Poing
abgegangene Wasserburg (Inselburg) auf einer Insel in der Alz im Landkreis Traunstein in Bayern
Der Burgstall Poing ist eine abgegangene Wasserburg auf einer Insel der Alz, nördlich von Truchtlaching bei Poing. Er liegt im Ortsteil Poing der Gemeinde Seeon-Seebruck im Landkreis Traunstein in Bayern. Die Anlage wurde als Bodendenkmal unter der Aktennummer D-1-8041-0078 im Bayernatlas registriert. Sie war ein Hofmarkschloss des späten Mittelalters und der frühen Neuzeit mit Brücke und Wirtschaftshof. Die Burg Poing wurde um 1374 von Hans dem Truchtlacher erbaut und war 1435 der Hauptsitz der Hofmark Truchtlaching. Sie gehörte bis 1803 dem Kloster Baumburg, bis zur Säkularisation. In der Zeit zwischen 1681 und 1690 war Poing Sitz des Poeten Johann Albrecht Poyssl. Die Inselburg wurde 1816 abgebrochen, die Vorburg wurde im neugotischen Stil renoviert. Die Anlage besteht aus einer Kernburg auf der Insel und einer Vorburg am südlichen Alzufer. Die Vorburg ist größtenteils erhalten und umfasst einen Gerichtsflügel, ein Herrenhaus, einen Pfarrhof und ein Brunnenhaus. Die Kernburg hat nur noch Mauerreste, bei Niedrigwasser sind Brückenpfeiler des Steges sichtbar. Die Umgebung umfasst die Alz und die Ortsteile Poing und Seebruck.
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- Art
- Burg, Archäologische Stätte
- Ort
- Seeon-Seebruck
- Denkmalstatus
- Baudenkmal in Bayern
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