Burgstall Welden
archäologische Stätte in Deutschland
Der Burgstall Welden ist ein mittelalterlicher Burgstall, der sich auf dem Theklaberg nordöstlich der Votivkirche über dem Markt Welden im Landkreis Augsburg befindet. Er liegt in etwa 500 Meter über dem Meeresspiegel und ist durch den Halsgraben der Kernburg sowie die Laugnarandhöhen im Westen geschützt. Die Anlage wurde als Bodendenkmal unter der Nummer D 7-7529-0023 vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege registriert. Der Burgstall hat eine reiche Geschichte, die bis ins 12. Jahrhundert zurückreicht. Die Herren von Welden erlangten 1126 erstmals urkundliche Erwähnung und erhielten 1402 das Marktrecht. Zwischen 1484 und 1747 wurden dort dreizehn Hinrichtungen durchgeführt, darunter drei Hexenprozesse. Die Familie verlor im 16. Jahrhundert ihren Einfluss, und die Herrschaft wurde 1597 an die Fugger verkauft. Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Burg stark zerstört, und ab 1659 begann der systematische Abbruch der Anlage. Auf dem Burgstall sind heute nur Geländemerkmale und Gräben erhalten. Der Bergfried blieb bis 1755 erhalten, als er für den Bau der Votivkirche genutzt wurde. Der Zugang zur Kernburg verlief über eine Berme am Westhang, die in die Burg einmündete. Der Treppenweg südlich der Kernburg folgt der ehemaligen Burgauffahrt. Das Areal wurde 1976 vermessen und topographisch aufgenommen. Die Ruinen dienten bis 1849 als Kulisse für Volkstheater.
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- Art
- Burg, Archäologische Stätte
- Ort
- Welden
- Denkmalstatus
- Kulturdenkmal in Deutschland
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