📷 Immagine: Wikimedia Commons
grotte des Fées
Höhle in Frankreich
Die Grotte des Fées liegt etwa einen Kilometer nördlich von Châtelperron, am linken Ufer des Baches Graveron im Département Allier. Sie besteht aus zwei Kammern, der Höhle Poirier und der Höhle Bailleau, wobei die Höhle Bailleau etwa 26 Meter tief ist. Die Höhle Poirier ist 20 Meter tief. Die Höhle Effondrée, eine dritte Kammer, ist nicht mehr zugänglich, da ihr Überbau zerstört ist. Die Höhlen wurden 1991 topographiert. Die Höhlen wurden in mehreren Epochen genutzt, zuerst im Moustérien, dann im Châtelperronien. Galloromanische Funde belegen eine frühe Nutzung. Im 19. Jahrhundert führte der Eisenbahnbau zur Entdeckung der Höhlen. Albert Poirier, der für den Bau der Eisenbahn verantwortlich war, grub die Höhle Poirier aus. Guillaume Bailleau entdeckte die Höhle Bailleau und fand darin tausende geschliffene Feuersteine sowie Mammutstoßzähne. Die Höhle Effondrée wurde 1867 von Bailleau entdeckt. Die Höhlen bieten einen Blick auf die prähistorische Nutzung, mit Funden aus dem Moustérien und Châtelperronien. Henri Delporte untersuchte die Höhlen in den 1950er Jahren und fand Feuersteinwerkzeuge. Die meisten Funde sind in Museen wie dem British Museum und dem Archäologischen Nationalmuseum ausgestellt. Die Höhle wurde 1949 als Monument historique eingestuft. Die Ausgrabungen trugen zur Debatte über den Umgang zwischen anatomisch modernen Menschen und Neandertalern bei.
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- Art
- Höhle
- Ort
- Châtelperron
- Denkmalstatus
- klassifiziertes historisches Denkmal in Frankreich
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