Sachsen und Thüringen

Erlebnis Parkhöhle Weimar

Die Parkhöhle ist ein Stollensystem zwölf Meter unter dem Park an der Ilm in Weimar. Der Zugang liegt an einer Treppe unweit des Liszt-Hauses, das andere Ende mündet am „Nadelöhr“, einem künstlichen Steintor am Fluss. Von der Parklandschaft darüber ahnt man unten nichts — es geht durch nüchterne, kühle Gänge. Angelegt wurden sie zwischen 1794 und 1796 im Auftrag von Herzog Carl August, ursprünglich für die Wasserversorgung einer geplanten Brauerei. Aus der Brauerei wurde nichts, und so diente der Stollen von 1797 bis 1815 der Sand- und Kiesgewinnung, wobei nach und nach das heutige verzweigte Netz entstand. Im Zweiten Weltkrieg baute man Teile davon zum Luftschutzbunker um. Danach lagen die Gänge jahrzehntelang ungenutzt, ehe sie 1997 wieder zugänglich gemacht wurden. Heute erzählt die Dauerausstellung „Erlebnis Parkhöhle — Durch Zeit und Klima“ diese Abfolge von Goethes Zeit bis in die Gegenwart und nutzt den Untergrund zugleich, um Geologie und Klimageschichte zu erklären. Der Rundgang ist überschaubar und lässt sich gut mit einem Spaziergang durch den Park an der Ilm verbinden. Geöffnet ist ganzjährig, im Winterhalbjahr mit verkürzten Zeiten.

Orari e prezzi cambiano con la stagione e per questo non compaiono in questo testo.

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