Burg Böthchen
Burg in Deutschland
Die Burg Böthchen ist eine kleine, abgegangene mittelalterliche Burganlage bei Dippoldiswalde im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Sie lag nordwestlich des Stadtkerns von Dippoldiswalde, nördlich des Waldgebiets Böthchen und südlich des Ortsteils Paulsdorf. Der genaue Standort ist nicht mehr bestimmbar, da die Anlage vollständig zerstört und durch Ackerfläche ersetzt wurde. Die Burganlage wird vermutlich mit dem Silberbergbau in Dippoldiswalde im 12. Jahrhundert in Verbindung gebracht. 1294 werden zwei Burgen erwähnt, wobei eine besonders kleine Burg 1370 durch Markgraf Friedrich III. niedergebrannt wurde. Spätere Forschungen bezweifeln jedoch die Existenz der Burg und vermuten einen Interpunktionsfehler in den Urkunden. Ein Vorwerk namens Bodemich wird 1465 erstmals genannt und 1564 als „wüstes Vorwerk“ beschrieben. Von der Burganlage sind keine Reste erhalten, doch Keramikscherben wurden in der Nähe des Borthenberg geborgen. Laut Sage soll ein Schatz unter der einstigen Burg begraben sein, der jedoch durch ein Verstoß gegen ein Schweigegebot in die Tiefe fiel. Die Schatzsuche wurde durch den Bau der Talsperrenstraße K9010 gegenstandslos.
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- Art
- Burg, Wüstung
- Ort
- Dippoldiswalde
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