Augustinerchorherrenstift St. Martin auf dem Zürichberg, Schweiz
Bauwerk in der Schweiz
Das Kloster St. Martin auf dem Zürichberg war ein Augustiner-Chorherrenstift, das 1127 in Zürich gegründet wurde. Es lag im Quartier Fluntern und umfasste Waldland, Äcker und Wiesen. Die Abtei wurde 1523 oder 1525 aufgelöst, doch heute erinnert das Restaurant «Altes Klösterli» und Flurbezeichnungen an den einstigen Standort. Die Kirche St. Martin trägt das Patrozinium des Klosters weiter. Das Kloster war bis zur Reformation ein bedeutender Wirtschafts- und Landbesitzer. Es erwarb im 12. und 13. Jahrhundert weitere Güter und schuf einen Waldkomplex. Die Abtei hatte Privilegien, beispielsweise das Recht, Getreide direkt an die Bürger zu verkaufen. 1478 tauschten das Kloster und das Johanniterhaus Küsnacht Kirchensätze aus. Die Bibliothek von St. Martin war eine der besten geistlichen Bibliotheken Zürichs aus dem Mittelalter. Das Kloster besaß ein eigenes Gebäudekomplex mit romanischer Klosterkirche, Kreuzgang und Konventgebäuden. Die meisten Gebäude wurden um 1540 abgerissen, und die letzten Reste verschwanden um 1796. Ausgrabungen im 19. und 20. Jahrhundert fanden Überreste der Klostergeschichte wieder. Heute sind nur noch Spuren wie eiche Pfähle und das Restaurant «Altes Klösterli» erhalten.
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- Art
- Kloster, religiöse Gemeinschaft
- Ort
- Kanton Zürich
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