Orkopf
archäologische Stätte in der Schweiz
Der Orkopf ist eine Untiefe im Bereich der Stiegener Enge, wo der Bodensee in den Rhein mündet. Die Region ist geprägt von Seekreide und Kies, die sich im Verlauf der Eiszeite abgelagert haben. Umgebung des Orkopfs liegen Hügelzüge aus dem Miozän, die bis zu 350 Meter hoch sind. Bäche haben in der Region Bachschuttkegel gebildet, auf denen sich historische und prähistorische Siedlungen befinden. Die archäologischen Untersuchungen zeigten, dass der Orkopf in der Jung- und Endneolithikum, der frühen Bronzezeit und möglicherweise in der Römerzeit genutzt wurde. Funde wie ein Steinanker, ein Netzsenker und ein Ruderblatt belegen eine fischereiwirtschaftliche Nutzung. Die Untersuchungen fanden von 2007 bis 2019 statt und wurden im Rahmen der UNESCO-Welterbeliste-Kartierung durchgeführt. 2008 wurde das Denkmal in ein Projekt zur Bewahrung des Kulturerbes aufgenommen. Vor Ort können archäologische Fundstellen und die Landschaft der Region besichtigt werden. Die Untiefe ist Teil eines Systems aus Rinnen und Bänken, das sich aus Seekreide und Kies zusammensetzt. Die Umgebung bietet Ausblicke auf die Stiegener Enge und die umliegenden Hügelzüge. Die Siedlungen in der Region sind mit prähistorischen Fundstellen in der Schweiz und Baden-Württemberg vergleichbar.
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- Art
- Archäologische Stätte
- Ort
- Kanton Thurgau
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