📷 Kép: Wikimedia Commons
August-Gottschalk-Haus
Museum in Ostfriesland, Niedersachsen, Deutschland
Das August-Gottschalk-Haus steht in Esens und ist ein Museum sowie eine Gedenkstätte zur Geschichte der ostfriesischen Juden. Es ist im ehemaligen Schulhaus der jüdischen Gemeinde untergebracht, direkt neben den Ruinen der 1938 zerstörten Synagoge. Das Gebäude diente als Gemeindehaus, Schulraum und Wohnung für den Kultusbeamten August Gottschalk, der 1899 an dessen Errichtung beteiligt war und bis zu seinem Tod 1927 dort lebte. Es beherbergt zudem ein vollständig erhaltenes Ritualbad (Mikwe), das bei Renovierungen entdeckt wurde. Die Gedenkstätte erhielt 1990 ihre heutige Form und vermittelt die Geschichte der jüdischen Gemeinde in Esens. Die Ausstellung umfasst sechs Räume, darunter ein Schulzimmer in originaler Form und eine Dokumentation zur Reichspogromnacht. Sie zeigt die Verfolgung und Vernichtung von Juden in Ostfriesland, wobei mehr als 1400 Ostfriesen unter den Shoah-Opfern waren. Die Neugestaltung wurde 2010 unter dem Titel „Lebendiges Museum“ umgesetzt und finanziert von verschiedenen Institutionen. Die Räume im Haus beinhalten ein Schulzimmer, eine Bücherei und Ausstellungsräume zu politischen Themen. Die Dauerausstellung informiert über Ausgrenzung, Verfolgung und Vernichtung, exemplarisch anhand dreier ostfriesischer Juden. Die Mikwe und die Geschichte der jüdischen Gemeinde sind zentral, wobei das Haus auch als Ort für Gemeindeversammlungen und Unterricht diente. Die Ausstellung vermittelt die Geschichte der Gemeinde bis zur NS-Zeit und ihre Zerstörung durch die Pogromnacht.
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- Art
- Museum, Gebäude
- Ort
- Esens
- Adresse
- Burgstraße 8, 26423 Esens
- Erbaut
- 1990
- Denkmalstatus
- Kulturdenkmal in Deutschland
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