Abbaye Saint-Wandrille de Fontenelle
Die Abtei Saint-Wandrille de Fontenelle im Seinetal gehört zu den ältesten Zeugnissen klösterlichen Lebens in der Region. Gegründet wurde sie 649 vom heiligen Wandrille. Anders als die meisten normannischen Abteien ist sie kein Museum und keine Ruine, sondern bis heute von einer Mönchsgemeinschaft bewohnt — wer herkommt, betritt einen Ort, an dem gearbeitet und gebetet wird. Die Geschichte verlief in Brüchen. Rund zweihundert Jahre nach der Gründung zerstörten die Wikinger die Abtei; um 960 wurde sie wieder aufgebaut. Den Hundertjährigen Krieg und die Religionskriege überstand sie, an der Revolution jedoch scheiterte sie: Die Abtei wurde als Nationalgut verkauft, die Kirche als Steinbruch ausgeschlachtet. Erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts kehrten Mönche zurück. Die heutige Gemeinschaft gehört zur Kongregation von Solesmes und lebt nach der Regel des heiligen Benedikt, die verlangt, von der Arbeit der eigenen Hände zu leben. Konkret heißt das unter anderem: Die Mönche brauen Bier, das Saint-Wandrille-Bier gibt es als helles, weißes und dunkles. Zugänglich sind der Vorhof und die Ruinen. Führungen von etwa einer Stunde übernehmen die Mönche selbst. Sehenswert ist vor allem der kürzlich restaurierte Kreuzgang, der auf dem Weg ist, einer der schönsten gotischen Kreuzgänge Frankreichs zu werden. Über den Tag verteilt ist gregorianischer Gesang zu hören. Im Klosterladen gibt es Kerzen, Konfitüren, Gewürzbrot und das Bier der Abtei.
A nyitvatartás és a belépődíj szezononként változik, ezért nem szerepel ebben a szövegben.
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