Sachsen und Thüringen

Preßnitztalbahn

Die Preßnitztalbahn fährt mit Dampf durch das obere Erzgebirge: eine Schmalspurbahn mit 750 Millimetern Spurweite, die Steinbach auf 543 Metern über dem Meer mit Jöhstadt auf 686 Metern verbindet und dabei durch das Schwarzwasser- und das Preßnitztal führt. Die Strecke wurde 1892 eröffnet und war ursprünglich 23 Kilometer lang; sie reichte von Wolkenstein bis Jöhstadt. Zwischen 1984 und 1986 wurde der Betrieb schrittweise eingestellt und die Bahn abgebaut. Was heute fährt, ist deshalb kein durchgehend erhaltenes Denkmal, sondern eine Rekonstruktion: Nach 1989 begannen Mitglieder der Interessengemeinschaft Preßnitztalbahn e. V. mit dem ehrenamtlichen Wiederaufbau eines Teilstücks, im Jahr 2000 war die heutige Strecke wiedereröffnet. Seit 2021 enden die Gleise wieder direkt am historischen Bahnhofsgebäude in Jöhstadt. Gefahren wird mit Dampfzügen; Fahrräder können kostenlos mitgenommen werden, was die Bahn für Radtouren im Erzgebirge brauchbar macht — hinauf mit dem Zug, hinunter auf zwei Rädern. Der Ausgangspunkt in Jöhstadt liegt nahe der tschechischen Grenze. Der Fahrbetrieb konzentriert sich auf die Saison von Frühjahr bis in den Winter hinein, mit einem Schwerpunkt an Wochenenden und zu besonderen Anlässen.

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