Burg Uchte
abgegangene, spätmittelalterliche Burg der Grafen von Hoya in Uchte im Landkreis Nienburg in Niedersachsen
Die Burg Uchte war eine spätmittelalterliche Niederungsburg der Grafen von Hoya in Uchte, einem Ort im Landkreis Nienburg in Niedersachsen. Sie lag auf dem Territorium des Bistums Minden und wurde um 1295 errichtet. Die Burg war von Wassergräben umgeben und besaß eine rechteckige Form mit einer Größe von etwa 90 × 100 Meter. Sie stand am Uchter Mühlenbach und war im 18. Jahrhundert von Gräben zugeschüttt worden. Die Burg Uchte war bis 1526 in den Besitz der Grafschaft Hoya übergegangen, wobei sie 1383 von dem Mindener Bischof belagert und dabei stark beschädigt wurde. Die Wirtschaftsgebäude brannten ab, doch das Haupthaus blieb erhalten. Im Dreißigjährigen Krieg wurde das Amt Uchte verheert, und der Ort brannte 1726 und 1817 fast vollständig ab. Die Burg verlor vermutlich ihr Leben in einem dieser Ereignisse. Die genaue Abgangszeit ist nicht bekannt. Die Burggebäude bestanden aus Ziegelmauerwerk mit Findlingfundamenten und Holzpfählen. Bei Baustellenbeobachtungen wurden Brandschichten und Mauern aus der Zeit um 1300 entdeckt, die auf ein großes Gebäude mit Steinpflasterboden hindeuteten. Im Südwesten des Burgplatzes fanden sich Mauern und Ausbruchgruben, die vermutlich zu einem Gebäude mit Ringmauer gehörten. Zudem gab es eine Bohlenwandkonstruktion am Mühlenbach. Die Burg war überbaut und wurde bis ins 18. Jahrhundert genutzt.
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- Art
- Burg
- Ort
- Uchte
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