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Schwesternhaus Mariental, genannt Niesing, Münster
Kirchengebäude in Münster (Westfalen)
Das Kloster Niesing, auch als Kloster Mariental bekannt, war ein Frauenkloster in Münster, das 1444 gegründet und bis 1810 bestand. Es lag im Bereich des ehemaligen Hofes Niesingh im Kirchspiel St. Ludgeri und folgte der Augustinusregel. Die Schwestern kamen ursprünglich aus dem Kloster Schüttorf, und die eigentlichen Gebäude wurden zwischen 1451 und 1458 in der Nähe von St. Servatii errichtet. Das Kloster erlebte einen Aufschwung, insbesondere im 15. Jahrhundert, als es 99 Schwestern zählte. Es war bekannt für die Herstellung von handwerklichen Produkten, vor allem Stoffe, die jedoch von den städtischen Zünften kritisiert wurden. Im Jahr 1525 drohte eine Plünderung durch aufgebrachte Bürgern, was den Beginn religiöser Auseinandersetzungen markierte. Nach dem Täuferreich von Münster begann der Wiederaufbau, der 1540 beendet wurde. Das Kloster war bis 1810 in Münster tätig, bis es aufgelöst wurde. Die Gebäude wurden nach der Säkularisation ab 1794 beschlagnahmt und schließlich als Wohnungen für das preußische Militär genutzt. 1945 zerstörte der Zweite Weltkrieg fast die gesamte Anlage. Heute sind nur ein Nebengebäude am Servatiikirchplatz übrig. Das Klosterarchiv, das Teile der Geschichte des Klosters enthält, befindet sich im Staatsarchiv Münster.
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- Art
- Kirchengebäude, Kloster, religiöse Gemeinschaft
- Ort
- Münster
A közelben
- St. Servatii (Münster)1 m
- Erbdrostenhof78 m
- Clemensschwestern Münster87 m
- Stadtmuseum Münster95 m
- Clemenskirche113 m
- Kloster der Barmherzigen Brüder Münster114 m
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