Franziskanerkloster Löbau
Das Franziskanerkloster Löbau war eine Niederlassung des Franziskanerordens in der Altstadt von Löbau, im Landkreis Görlitz, Sachsen. Es lag im östlichen Teil der Stadt, nahe der Stadtmauer, und gehörte zur Kustodie Goldberg der Sächsischen Franziskanerprovinz. Die ehemalige Klosterkirche, heute als Johanniskirche bekannt, wird als Kulturzentrum genutzt. Von den Konventsgebäuden sind keine Reste mehr erhalten. Das Kloster wurde vermutlich im frühen 14. Jahrhundert gegründet und war bis 1558 bestehen. Es war Teil der Ordenshierarchie und gehörte zeitweise zur Kustodie Brandenburg. Das Kloster war klein und hatte nie mehr als acht Ordensbrüder. Es war in der Region nicht besonders bedeutend, wurde aber für die jährlichen Oberlausitzer Städtetage genutzt. 1429 wurde die Stadt von Hussiten angegriffen, doch die Schäden an dem Kloster sind nicht überliefert. In Löbau gab es ein eigenes Hausstudium um 1500, das durch den Lesemeister Valentinus Viberger belegt ist. Das Kloster stand bereits vor 1504 unter Reformversuchen, die jedoch nicht dauerhaft erfolgreich waren. Es blieb unter der Aufsicht des Kustos und wurde nicht in die Observanz aufgenommen. Die Stadt Löbau war in der Ordensgeschichte eine bedeutende Stätte, die bis zu ihrer Auflösung im 16. Jahrhundert eine Rolle spielte.
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- Art
- religiöse Gemeinschaft, Kloster
- Ort
- Löbau
- Erbaut
- 1320
A közelben
- St.-Nikolai-Kirche120 m
- Löbau173 m
- Herrmannbad220 m
- Haus Schminke828 m
- Görlitz–Drezda vasútvonal918 m
- Cunnersdorfer Wasser2.1 km
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