Hochgericht Steinheim
Kulturdenkmal in Hanau
Das Hochgericht Steinheim ist ein historischer Richtplatz im Stadtteil Hanau-Steinheim in Hessen. Er liegt im nordwestlichen Bereich der Gemarkung Groß-Steinheim, heute in einem Waldgebiet. Die Richtstätte war einst auf einer Erhebung, die heute kaum noch erkennbar ist, und wird heute von einem Waldweg durchquert, was die ursprüngliche Situation stark verändert hat. Das Hochgericht diente als Richtstätte des Amtes Steinheim und wurde bereits unter den Herren von Eppstein errichtet. Es wurde bis 1425 weiter genutzt, als das Amt an Kurmainz verkauft wurde. Die letzte Hinrichtung fand 1734 statt, als Johann Adam Clomann zum Tode verurteilt wurde. Zu diesem Anlass wurde der Querbalken des Galgens erneuert, und Margaretha Willin wurde gebrandmarkt und verbannt. Vor Ort erwartet man einen zweischläfrigen Galgen mit zwei aus Blasenbasalt gemauerten Säulen, die bis zu 5 Meter hoch sind. Die Anlage liegt im Wald und ist öffentlich zugänglich. Umgebungsmäßig sind die Gemarkung von Groß-Steinheim und die nähere Landschaft mit Waldgebieten sowie historischen Verbindungen zu den Steinheimer Zünften und dem Schloss Steinheim zu erwähnen.
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- Art
- Archäologische Stätte
- Ort
- Hessen
- Denkmalstatus
- Kulturdenkmal in Deutschland
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