Teufelsberg
Der Teufelsberg im Grunewald ist kein Berg, sondern ein Haufen: aufgeschüttet aus dem Trümmerschutt des zerstörten Berlin, den Lastwagen nach dem Krieg jahrzehntelang an diese Stelle nahe der Heerstraße fuhren. 1972 war die Aufschüttung mit über 114 Metern die höchste Erhebung West-Berlins. Anschließend wurde der Hügel bepflanzt und zum Freizeitgelände umgebaut, mit Skihang samt Lift und Rodelbahnen. Worauf der Schutt liegt, gehört zur Geschichte dazu: Unter dem Berg stecken die Reste eines in der NS-Zeit begonnenen Hochschulbaus, der im Krieg zerstört wurde. Ab den 1950er Jahren kamen Antennen und Radarkuppeln auf die Kuppe. Die Amerikaner betrieben hier eine Field Station, die zur größten Abhöranlage im alliierten Echelon-Verbund wurde und Funkverkehr des Ostblocks abfing und störte. Der Betrieb lief bis 1994. Die weißen Radome stehen bis heute und geben dem Berg seine unverwechselbare Silhouette. Heute ist das Gelände begehbar und zu einer der größten Street-Art-Flächen der Stadt geworden: über 400 Arbeiten internationaler Künstler auf Wänden, Treppenhäusern und in den Kuppeln. Von den oberen Ebenen reicht der Blick über den Grunewald bis in die Innenstadt. Geöffnet ist tagsüber bis Sonnenuntergang, letzter Einlass eine Stunde davor. Der Aufstieg vom Teufelssee dauert zu Fuß etwa eine halbe Stunde, für Gelände und Ausblick sollte man zwei bis drei Stunden rechnen.
A nyitvatartás és a belépődíj szezononként változik, ezért nem szerepel ebben a szövegben.
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