📷 Kép: Wikimedia Commons
Wasserburg Buchau
archäologische Stätte in Deutschland
Die Wasserburg Buchau ist eine spätbronzezeitliche Feuchtbodensiedlung am Federsee, etwa zwei Kilometer südöstlich von Bad Buchau im Landkreis Biberach. Die Siedlung entstand um 1100 v. Chr. und war mit einem dreifach gestaffelten Palisadenring befestigt. Sie umfasste eine Fläche von 118 × 151 Metern und bestand in zwei Bauphasen. Die ältere Siedlung hatte 38 kleine Häuser, die eine Art Haufendorf bildeten, während die jüngere Siedlung um 800 v. Chr. durch einen Großbrand endete. Die Ausgrabungen begannen 1920 bis 1928 und wurden 1936 fortgesetzt. Die Ergebnisse wurden nie vollständig veröffentlicht, und die Grabungsunterlagen waren bis 1990 nicht zugänglich. 1998 führte das Pfahlbaumuseum Unteruhldingen gemeinsam mit dem Landesdenkmalamt Sondiergrabungen durch. Die Funde sind heute im Landesmuseum Württemberg in Stuttgart und im Federseemuseum in Bad Buchau zu sehen. Tierische und pflanzliche Reste ermöglichen Einblicke in die Ernährung und die Umwelt der Bronzezeit. Die Siedlung war mit einem Palisadenring befestigt und umfasste zwei Bauphasen. In der jüngeren Siedlung wurden neun dreiflügelige Gebäudekomplexe gefunden, die etwa 100 m² beanspruchten. Zwischen 1920 und 1938 wurden sechs menschliche Schädel entdeckt, die nicht verbrannt waren. Verletzungen an den Schädeln deuten auf rituelle Handlungen hin, möglicherweise zur Abschreckung oder zum Schutz. In der Bronzezeit gab es Belege für Menschenopfer, wobei Frauen, Kinder und Jugendliche häufig betroffen waren.
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- Art
- Archäologische Stätte
- Ort
- Baden-Württemberg
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