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Erbprinzliches Palais Dessau
abgerissenes Schloss in Dessau, Deutschland
Das Erbprinzliche Palais Dessau war ein barockes Palais in der Kavalierstraße von Dessau-Roßlau. Es wurde um 1740 für die Söhne des Fürsten Leopold I. von Anhalt-Dessau errichtet und später als Residenz der Erbprinzen und Herzöge genutzt. Das Gebäude war ursprünglich für Prinz Eugen von Anhalt-Dessau bestimmt und umfasste ein Corps de logis mit zwei Geschossen und 17 Fensterachsen. Es war mit Mansarddächern und toskanischen Kolossalpilastern versehen. Das Palais war bis 1781 von Eugen bewohnt, bis es an seine Schwester Henriette Amalie und später an Fürst Leopold III. Friedrich Franz überging. In der Zeit um 1800 wurde der Garten erweitert und mit einer Hippodrom-Anlage sowie einer Pyramide als Ehrenmal für Soldaten des Ersten Weltkriegs versehen. Das Gebäude wurde 1883 abgerissen und durch ein neues Palais im französischen Renaissancestil ersetzt. 1927 wurde das Palais endgültig abgerissen, um den Stadtpark Dessau zu schaffen. Auf dem Gelände des Palais und seines Gartens entstand der Stadtpark Dessau, der heute als Naherholungsgebiet dient. Der ursprünglich geplante Friedrich-Theaterneubau wurde aufgeschoben und 1935–1938 an anderer Stelle realisiert. Der Stadtpark umfasst heute eine Fläche von mehreren Hektar und umfasst Teile der ehemaligen Palaisgärten sowie die Kleine Kienheide.
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- Art
- Schloss
- Ort
- Dessau-Roßlau
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