KolostorokThüringenBezirk Thüringen

Servitenkloster Erfurt

ehemalige Niederlassung des Ordens der Serviten (OSM, Marienknechte) in Erfurt (Thüringen)

Das Servitenkloster Erfurt war ein Kloster der Serviten in der thüringischen Stadt Erfurt. Es stand vor dem Krämpfertor, heute an der S-Bahn-Haltestelle Krämpfertor. Das Kloster entstand um 1309 und war im 15. Jahrhundert das größte Servitenkloster im deutschsprachigen Raum. Es war ein Zentrum der Bildung, aus dem viele Mönche mit Universitätsabschluss hervorgingen. Das Kloster war bis 1543 in Betrieb, bis es von der Stadt Erfurt übernommen wurde. Es besaß um 1485 23 Mönche, acht Mietshäuser, Weinberge und Wald. Die Sakristei enthielt wertvolle Gegenstände wie das silberne Haupt des Heiligen Stephanus und Messgewänder. Die Bibliothek umfasste 305 Titel. Die Gebäude wurden im 17. Jahrhundert durch schwedische Truppen zerstört, von denen keine Spuren mehr übrig blieben. Nach der Auflösung wurde das Gelände verschiedenen religiösen Orden überlassen. 1618 gingen die Räume an die Augustiner, die 1633 wieder vertrieben wurden. Die Gebäude wurden im Winter 1642/43 als Brennholz genutzt und zerstört. Heute sind keine oberirdischen Reste des Klosters erhalten. Die Geschichte des Klosters ist durch zahlreiche Urkunden und Schriften dokumentiert.

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Art
Kloster, religiöse Gemeinschaft
Ort
Erfurt

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