📷 Kép: Wikimedia Commons
Franziskanerkloster Fritzlar
Kirchengebäude in Deutschland
Das Franziskanerkloster Fritzlar stand im östlichen Teil der Altstadt von Fritzlar im Schwalm-Eder-Kreis. Es wurde 1237 gegründet und bis 1811 bestand. Die Anlage umfasste etwa 40 × 100 Meter und lag zwischen der neuen Stadtmauer und der Brüdergasse. Die Klosterkirche, heute Minoritenkirche, war eine große, gotische Hallenkirche mit acht Kreuzrippengewölben und hohen Fenstern. Sie diente der Seelsorge der Stadtbevölkerung und war schlicht im Stil einer Bettelordenskirche. Die Minoritenkirche wurde im 14. Jahrhundert fertiggestellt und bis ins 19. Jahrhundert mehrfach renoviert. Dabei wurden barocke Altäre entfernt, die Renaissance-Orgel aus der Zeit um 1630 in die Fraumünsterkirche verlegt und eine neue Kanzel eingebaut. 1981/82 erfolgte eine grundlegende Umgestaltung des Innenraums, bei der die Emporen entfernt und die Orgel auf die Westempore versetzt wurde. Die Kirche hat einen markanten Dachreiter und ist ohne Türme. Die Anlage umfasste neben der Kirche auch einen Kirchhof, der ursprünglich als Friedhof der Franziskaner diente. Heute ist er ummauert und mit Bäumen und Büschen bewachsen. Die Kirche wurde 1824 als evangelische Stadtkirche übernommen, und die übrigen Gebäude wurden in ein Armenhaus und später in ein Krankenhaus umgewandelt. Die Glocken im Dachreiter klingen im sogenannten „Idealquartett“ und werden zu verschiedenen Gottesdiensten und Betriebszeiten geläutet.
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- Art
- Kloster, Abteikirche
- Ort
- Fritzlar
- Baustil
- Gotische Architektur
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