Kreis NordfrieslandBezirk Kreis Nordfriesland

Amt Wiedingharde

ehemaliges Amt in Schleswig-Holstein

Die Wiedingharde war ein ehemaliger Verwaltungsbezirk (Harde) in Nordfriesland, der die Dörfer Rodenäs, Aventoft, Klanxbüll, Neukirchen und Emmelsbüll-Horsbüll umfasste. Der Name leitet sich vom Flüsschen Wiedau ab und wurde erst im 17. Jahrhundert dokumentiert. Die Region war bereits in der Völkerwanderungszeit besiedelt und entwickelte sich im Mittelalter zu einer Insel, die durch Sturmfluten immer mehr verloren ging. Die Wiedingharde war bis 1572 eine der sieben Harden, die ihre Rechtsautonomie bewahrten. Die Eindeichung des Gotteskooges 1566 brachte die Region wieder zum Festland, doch Sturmfluten wie die Zweite Marcellusflut 1362 und die Weihnachtsflut 1717 verursachten erhebliche Schäden. Die Eindeichung des Goldenen Rings 1436 ermöglichte intensive Landwirtschaft, während die Wiedingharder Dörfer oft aufeinander angewiesen waren, um sich vor Fluten zu schützen. Die Wiedingharde war Teil des Herzogtums Schleswig und wurde 1889 aufgelöst. Die Dörfer wurden in die Amtsbezirke Emmelsbüll und Neukirchen eingegliedert. 1967 fusionierten die Ämter zu Wiedingharde, das 2008 zum Amt Südtondern wurde. Die Region ist geprägt von Deichen, Koogflächen und einer langen Geschichte der Eindeichung und Flutbekämpfung.

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Art
Amt
Ort
Kreis Nordfriesland

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