Kanonissenstift Gerbstedt, später Benediktinerinnenkloster
Kloster in Deutschland
Das Kloster Gerbstedt war ein Benediktinerinnenkloster in der Stadt Gerbstedt im Landkreis Mansfeld-Südharz. Es lag in der Mitte der Stadt, südöstlich des Marktplatzes, auf einer Hochfläche zwischen zwei Feldmulden. Die Anlage umfasste eine romanische Basilika aus dem 10. Jahrhundert, die dem heiligen Johannes dem Täufer geweiht war, sowie weitere Gebäude wie ein Versammlungshaus und ein Wohnhaus der Nonnen. Das Kloster wurde 981 oder 985 von Markgraf Rikdag gegründet und war bis 1574 bestehen. Es war bis ins 11. Jahrhundert ein Eigenkloster des Bistums Münster. Im 12. Jahrhundert wurde es vom Augustiner-Chorherrenstift Petersberg abgelöst. Die Nonnen besaßen reiche Güter in den umliegenden Dörfern und hatten Einfluss auf die Stadt. In der Blütezeit lebten bis zu 120 Nonnen dort. Nach der Reformation wurde das Kloster 1574 säkularisiert. Im ehemaligen Klostergebiet stehen heute Reste wie ein romanischer Kämpfer mit Stern- und Rankendekor, ein Glockenturm aus dem 19. Jahrhundert und ein Wohnhaus mit romanischen Kellern. Die Stadtkirche von Gerbstedt, die dem heiligen Johannes dem Täufer geweiht ist, liegt nahe dem alten Klostergelände. Im Landesmuseum Halle und im Bode-Museum in Berlin sind Fragmente der Ruinen ausgestellt. Ein Modell des Klosters und Relikte sind im Bürgerhaus zu sehen.
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- Art
- religiöse Gemeinschaft, Kloster
- Ort
- Gerbstedt
- Erbaut
- 980
A közelben
- Gerbstedt847 m
- Heiligenthal1.7 km
- Ihlewitz2.6 km
- Zabenstedt3.1 km
- Burgsdorf5.6 km
- Friedeburgerhütte4.1 km
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