Kép: Sailko · CC BY 3.0 · Wikimedia Commons
Hildesheimi ezüstkincs
Fund römischen Tafelsilbers aus dem 1. Jahrhundert nach Christus
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Der Hildesheimer Silberfund ist ein römischer Tafelsilberfund aus der augusteischen Zeit, entdeckt 1868 auf dem Westhang des Galgenbergs südöstlich von Hildesheim. Die Fundstücke wurden nach Berlin gebracht und befinden sich heute in der Antikensammlung der Staatlichen Museen zu Berlin. Der Fund umfasst 73 Stücke, darunter drei große Gefäße, eine Athenaschale und Schalen mit Büsten von Herakles, Kybele und Men. Es handelt sich um Ess- und Trinkgeräte, die vermutlich zur Hälfte eines größeren Silberensembles gehören. Der Fund wird als Beleg für eine Opferung oder ein sorgfältiges Verstecken interpretiert. Die geordnete Aufstellung der Gegenstände und die Aufteilung in zwei Hälften deuten auf eine bewusste Teilung eines einst größeren Silbergeschirrs hin. Einige Wissenschaftler vermuten, dass das Geschirr aus dem Besitz eines römischen Offiziers stammt, nicht jedoch aus dem Tafelsilber des Varus. Die Fundregion Kalkriese wird heute als wahrscheinlicher Ort der Varusschlacht angesehen. Vor Ort erwartet man eine Ausstellung der Fundstücke in der Antikensammlung Berlin. Die Gegenstände sind meist aus Silber gefertigt und zeigen Nutzungsspuren sowie eingravierte Besitzernamen. Der Fund ist Teil der lokalen Geschichte Hildesheims und wird von Forschern weiterhin diskutiert. Die Frage, ob weitere Ausgrabungen sinnvoll sind, bleibt umstritten. Die Fundstelle selbst ist heute nicht mehr ausgrabbar, da sie bereits stark bebaut und verändert wurde.
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- Art
- Entdeckung, Tafelsilber
- Ort
- Hildesheim
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