Nordrhein-Westfalen

Irminsul

frühmittelalterliches sächsisches Heiligtum

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Die Irminsul war ein frühmittelalterliches Heiligtum der Sachsen, das im Jahr 772 von den Franken zerstört wurde. Sie wird in den fränkischen Annalen erwähnt und wird als eine Steinsäule beschrieben. Der Standort wird vermutet zu sein bei der Eresburg, an deren Stelle heute Obermarsberg liegt. Die Irminsul soll sich nach Überlieferung im Hildesheimer Dom befinden, allerdings sind ihre genauen Reste nicht eindeutig belegt. Andere Standorte wurden ebenfalls diskutiert, wie die Externsteinen oder der Tönsberg. Die Irminsul war ein zentrales religiöses Symbol der Sachsen und wird als Weltenbaum oder Weltstütze interpretiert. Sie wird mit dem heiligen Baum von Geismar und der nordischen Yggdrasil in Verbindung gebracht. Im Spätmittelalter und Frühen Neuzeit wurden verschiedene Interpretationen entwickelt, darunter die Säule als Leuchter oder als Symbol für Hermes oder Mars. Diese Interpretationen beeinflussten die Kunst und Literatur, wobei die Irminsul auch in Opern und Dramen als Heiligtum aufgegriffen wurde. Die Irminsul wurde im 20. Jahrhundert von verschiedenen Gruppen als Symbol für neuheidnische Bewegungen genutzt, insbesondere im Nationalsozialismus. Sie wurde oft mit dem Kreuz als Gegensymbol kontrastiert. Nach dem Zweiten Weltkrieg blieb die Irminsul als Symbol lebendig, wurde aber auch politisch missbraucht. In der Kunst und Musik, besonders im Black Metal, wird sie weiterhin als ikonisches Symbol der germanischen Kultur verwendet.

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Art
Heiligtum
Ort
Nordrhein-Westfalen

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