Mitteldeutschland
zentral in Deutschland befindliches, wissenschaftlich nicht eindeutig definiertes Gebiet
Mitteldeutschland ist ein geografischer und kultureller Begriff, der ein zentrales Gebiet Deutschlands beschreibt. Es umfasst Gebiete zwischen Norddeutschland und Süddeutschland, wobei die genaue Ausdehnung je nach Sichtweise variiert. Im Norden wird es von der Benrather Linie, im Süden von der Mainlinie begrenzt. Die Region umfasst Teile von Hessen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Im Süden reicht es bis ins Erzgebirge, im Norden bis ins südliche Brandenburg. Der Begriff Mitteldeutschland hat historische und sprachliche Bedeutung. Im 19. Jahrhundert wurde er als Übergangsgebiet zwischen Ober- und Niederdeutschland definiert. Die mitteldeutsche Sprache ist dem Neuhochdeutschen und Standarddeutsch sehr nah, besonders in den ostmitteldeutschen Dialekten. Die Region ist auch kulturhistorisch bedeutsam, da sie seit der vorchristlichen Zeit Siedlungsgebiete und Herrschaftsgebiete unterschiedlicher Kulturen umfasste. Die Wettinische Herrschaft und die Industrialisierung prägten den Raum ab dem 19. Jahrhundert. In Mitteldeutschland liegen wichtige geografische Formationen wie das Thüringer Becken, die Leipziger Tieflandsbucht und das Mittelsächsische Hügelland. Die Region ist von Flüssen wie Saale, Mulde und Schwarze Elster durchzogen. Die Kultur und Geschichte der Region sind stark mit der Entwicklung der Sprache, der Herrschaftsstrukturen und der Industrialisierung verknüpft. Die Region hat auch in der deutschen Teilung eine besondere Rolle gespielt, als der Begriff Mitteldeutschland synonym für die DDR verwendet wurde.
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- Art
- Region
- Ort
- Hessen
A közelben
- Rodden788 m
- Günthersdorf2.2 km
- Kötschlitz2.2 km
- Gradierwerk Bad Dürrenberg2.4 km
- Horburg-Maßlau4.1 km
- Schloss Dölkau3.9 km
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