Rieswarte

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Rieswarte

Ruine eines Wartturms der Stadt Göttingen

Die Rieswarte ist eine Ruine eines Wartturms der mittelalterlichen Göttinger Landwehr und liegt nordöstlich des Stadtteils Nikolausberg in Göttingen. Sie befindet sich im Göttinger Wald, knapp 7 km vom Stadtzentrum entfernt, an einem Waldrand des Pleßforstes. Die Anlage liegt auf 352 m ü. NN und ist außer Sichtweite von Nikolausberg. Nordnordöstlich der Warte verläuft ein Waldwegabzweig, und südlich schließt sich das Naturschutzgebiet Bratental an. Die Rieswarte war Teil der zweiten Landwehrlinie und wurde 1438–42 errichtet, um die Straße über Gillersheim zu sichern. Sie war mit der Roringer Warte verbunden und hatte Sichtkontakt zu dieser. Der Wartturm war 19 Meter hoch und hatte eine Kloake, die den Unrat außerhalb der Anlage führte. Die Anlage umfasste eine trapezförmige Mauer, einen Graben und eine Wallhecke. Innerhalb der Mauer befanden sich drei Gebäude, die als Stallung, Wohn- oder Wirtschaftsgebäude und Arbeitshütte identifiziert wurden. Die Warte war Teil des Landwehrsystems, das ab dem 15. Jahrhundert in den Niederungen der Stadt verfiel. Ursache war die Weiterentwicklung der Kriegstechnik und die wirtschaftliche Schwierigkeiten. Die Rieswarte wurde vermutlich im 16. Jahrhundert aufgegeben. 1980–82 wurden archäologische Untersuchungen durchgeführt, und das Ruinenmauerwerk wurde gesichert und restauriert. Die Anlage ist heute ein Teil des Göttinger Waldes und bietet Ausblicke auf die Umgebung.

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Art
Ruine, Wartturm
Ort
Göttingen
Denkmalstatus
Baudenkmal in Niedersachsen

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