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Mönchsturm

ehemaliger Turm in Berlin

Der Mönchsturm war ein mittelalterlicher Wachturm der Doppelstadt Berlin-Kölln und stand am östlichen Ufer der Spree. Er lag an der nordwestlichen Einmündung des doppelten Stadtgrabens in die Spree, heute westliches Ende der Anna-Louisa-Karsch-Straße. Der Turm sicherte diese Stelle und war Teil der Berliner mittelalterlichen Stadtmauer, die die Doppelstadt um 13. Jahrhundert umgab. Die Mauer hatte eine Gesamtlänge von 2,5 km und umschloss eine Fläche von rund 70 Hektar. Der Mönchsturm war ein runder Turm auf stark hervortretendem Grundbau und wurde vermutlich im 15. Jahrhundert errichtet. Er stand auf Feldsteinmauerwerk und Backstein, was darauf hindeutet, dass er spät gebaut wurde. Der Turm war Teil der Befestigung, die durch zwei Gräben und einen Erdwall gesichert wurde. Die Mauer war meist sechs Fuß dick und hatte mehrere Türme und Halbtürme. Der Mönchsturm verlor nach 1658 seine Funktion als Wachturm und wurde später als Pulvermagazin genutzt. Der Mönchsturm lag südwestlich der heutigen Friedrichsbrücke und war an der Einmündung des Stadtgrabens in die Spree. Er war Teil der Pfahlsperre, die den alten Unterbaum bildete. Die Umgebung umfasste die Spree und die Cöllner Stadtbefestigung. Der Turm wurde nach 1704 abgetragen, als das Heiliggeistviertel dichter bebaut wurde. Die Stelle des Turms ist heute nicht mehr sichtbar, aber die Lage der Stadtmauer und der Graben ist in historischen Plänen dokumentiert.

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Art
Turm
Ort
Bezirk Mitte

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