📷 Kép: Wikimedia Commons
Wasserburg Tagmersheim
archäologische Stätte in Deutschland
Die Wasserburg Tagmersheim war eine Wasserburg, die 1523 zerstört wurde und heute nur noch als Geländespuren im Dorf Tagmersheim erkennbar ist. Sie lag im Zentrum des Ortes, der heute zur Gemeinde Tagmersheim im schwäbischen Landkreis Donau-Ries gehört. Die Burg war Sitz der Hofmarkschaft Tagmersheim und stand im Besitz der Witwe des Karl von Thüngen aus der Familie von Otting, als sie im Juli 1523 niedergebrannt wurde. Die Zerstörung der Burg im Jahr 1523 war Teil einer Aktion des Schwäbischen Bundes, der 23 „Raubnester“ ausrottete. Die Truppen zählten 10.000 Fußsoldaten und 1.000 Reitern, waren mit 100 Kanonen und 30 Büchsen sowie 900 Zentner Schwarzpulver ausgestattet. Die Burg wurde vollständig zerstört, um eine Rückkehr derer von Thüngen zu verhindern. Die Familie Otting starb 1578 aus, ihr Epitaph befindet sich in der Tagmersheimer Kirche. Die Geländespuren der Burg sind im Dorfzentrum zu erkennen. Ein Holzschnitt von Hans Wandereisen aus dem Jahr 1523 zeigt die Burganlage mit Zugbrücke, Wassergraben und Burgmauer. Die Zugbrücke wird als Schwungrutenbrücke bezeichnet, und die Burgmauer umgibt die Anlage. Im Bild sind 7 Reiter und 17 Landsknechte zu sehen, die die Truppen des Schwäbischen Bundes darstellen. Die Burganlage ist im Bild dominierend dargestellt und liegt in der Dorfmitte.
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- Art
- Burg, Archäologische Stätte
- Ort
- Tagmersheim
- Denkmalstatus
- Kulturdenkmal in Deutschland
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