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Kollegiatstift, später Benediktinerkloster Rastede
ehemaliges Kloster in Rastede bei Oldenburg
Das Kloster Rastede wurde 1091 von Graf Huno und seiner Frau Willna gegründet und als Benediktiner-Kloster zu Ehren der Jungfrau Maria geweiht. Es lag in Rastede bei Oldenburg und besaß um 1096 bereits Ländereien in der Region, darunter Gebiete im Ammerland, um Syke bei Bremen und westlich in Soest, Lüdenscheid und Arnsberg. Die Mönche sicherten durch die Zehntszahlungen der Bauern ihre materielle Unabhängigkeit und wurden zu einem geistigen Zentrum der Region. Das Kloster erreichte seine Glanzzeit im 12. Jahrhundert, als es durch verwandtschaftliche Beziehungen die Schutz- und Verfügungsgewalt der Familie Egilmaringen erhielt, die später die Grafen von Oldenburg wurden. Die Mönche betreuten das Herrscherhaus und produzierten kulturelle Werke wie den Sachsenspiegel von Hinrich Gloysteen. Die Klosterkirche diente zudem als Grabstätte der Oldenburger Grafen und beherbergte wichtige Schriftstücke zur mittelalterlichen Geschichte. Im Zuge der Reformation verlor das Kloster seine geistliche Grundlage, und nach dem Verlassen der letzten Mönche 1529 wurde das Gebäude von der Grafenfamilie übernommen. Heute sind die Kellergewölbe des Abtsgebäudes sowie romanische Säulen im Park erhalten. Die Klostermühle Hankhausen, ursprünglich klostereigentum, wurde später von Herzog Peter Friedrich Ludwig dem Schlosspark angegliedert und später Gemeindebesitz.
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- Art
- Kloster, religiöse Gemeinschaft
- Ort
- Rastede
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