Nez de Jobourg

Der Nez de Jobourg ist ein Felsvorsprung an der Westküste der Halbinsel La Hague, dessen Klippen 128 Meter über dem Meer aufragen – sie zählen zu den höchsten des europäischen Festlands. Das Gestein ist Gneis von über zwei Milliarden Jahren, geformt von Erosion und Vereisung. Unter den Klippen liegen vier Höhlen, deren Namen die Fantasie der Küstenbewohner spiegeln: das Feenloch, die vom Meer ausgewaschene Löwengrotte sowie die Grotte der kleinen und die der großen Kirche, letztere seit jeher mit Schmugglern in Verbindung gebracht. Oben ist das Kap als Vogelschutzgebiet ausgewiesen; hier brüten Krähenscharben, Eissturmvögel, Silbermöwen und Kolkraben. Auf rund 170 Metern Höhe steht die Überwachungsstation CROSSMA, die den Schiffsverkehr im Ärmelkanal beobachtet – von hier ziehen Frachter und Tanker in Sichtweite vorbei. Bei klarem Wetter ist die Kanalinsel Alderney gut zu erkennen. Erschlossen ist das Kap über den Küstenwanderweg; für den Weg zur Spitze und zurück sollte man ein bis zwei Stunden rechnen. Windfeste Kleidung ist praktisch immer angebracht, und die Klippenkanten sind ungesichert.

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